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Weltladen in Halle (Saale) | Eine Welt e.V. Halle

Eine-Welt-Verein Halle/Saale am Eselsbrunnen

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Beilagen: u. a. Quinoa / Pasta ...

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Bulgur, Quinoa und Pasta

Quinoa

anspruchsloses einjähriges „Pseudogetreide“ (auch Reismelde genannt), gibt es rot / schwarz / weiß

In den Anden ist Quinoa seit 5000 Jahren als Kulturpflanze bekannt, ist Hauptnahrungsmittel dort und wächst in bis zu 4500 m Höhe.

Wussten Sie schon, dass Quinoa auch in unseren Breiten angebaut werden kann ? (Aussaat von Januar bis März in Blumenschale – einfache Blumen- oder Anzuchterde / Standort warm und sonnig / mit Wasserzerstäuber regelmäßig anfeuchten – die Erde darf nicht austrocknen, aber auch nicht zu feucht sein (auch Keimlinge sind essbar und gesund ) / wenn Keimlinge 4-5 cm groß, in normalen Blumentopf umsetzen / sobald kein Frost mehr ist, Aussetzen nach draußen. Quinoa wächst in unseren Breitengraden bis zum Herbst. Dann bilden sich Samen und die Blätter werden braun und fallen ab, allerdings sind auch die grünen Blätter als Gemüse oder Salat verzehrbar und schmackhaft (mineralstoffreich).

Das glutenfreie „Wunderkorn der Inka" ist ein vollwertiger Getreide-Ersatz, insofern hervorragend für Menschen geeignet, die an Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden.

Quinoa ist verhältnismäßig reich an Eiweiß, Mineralien wie Kalium, Zink, Magnesium, Eisen …, essentiellen Aminosäuren, 50% der enthaltenen Fettsäuren sind ungesättigt, außerdem enthält Quinoa weniger Kohlenhydrate als Getreide.

Quinoa ist vielseitig in Suppen und Eintöpfen, als Beilage oder auch in Gebäck und Süßspeisen einsetzbar.

Nudeln

kennt wohl jeder, aber kennen Sie bereits unsere ?

Das Besondere daran ist die Herkunft. Sie wurden in Italien also im globalen Norden in sogenannten MAFIA – freien Gebieten / Kooperativen produziert und vertrieben vom Fair-Handelszentrum Rheinland oHG (www.legalundlecker.de)
Ausgenommen von Fairem Handel waren bis 2018 Länder im globalen Norden.
Aktuell hat die World Fair Trade Organization (WFTO) ihren Standard auf
Nord-Produzenten ausgeweitet.
Diese Entscheidung wurde nach einer umfassenden Diskussion mit den
WFTO-Mitgliedern, Produzentengruppen, Fairhändlern und Netzwerken getroffen.
Nun liegt der Fokus nicht mehr ausschließlich auf Produzenten, die in den Ländern
des globalen Südens produzieren, sondern auch auf „ökonomisch marginalisierten
Produzenten“, die durch den Fairen Handel unterstützt werden (nachhaltiges
Wirtschaften mit einem sozialen Anspruch).

Was bedeutet nun MAFIA – freie Gebiete, bzw. Fairer Handel mit italienischen Kooperativen ?

Was in Deutschland nur als peripheres Problem wahrgenommen wird – die Macht des organisierten Verbrechens – hat für Menschen Siziliens und anderer Regionen Süditaliens bittere Konsequenzen für den Alltag. Aufgrund neuer italienischer Gesetze, die durch das Engagement der Zivilgesellschaft errungen wurden, ist es möglich, Güter der Mafia zu konfiszieren und sie sozialen Organisationen zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Zu den Kriterien gehört auch, dass die Produzenten- Organisationen gegen das System der Schwarzarbeit und der Ausbeutung „illegaler“ Flüchtlinge tätig sind.

Die entstandene Libera Terra Mediterano ist ein Zusammenschluss verschiedener Libera Terra Kooperativen u.a. aus Sizilien und Apulien (2 der struktur- schwächsten Regionen Europas). Neben ihrem Engagement gegen die Mafia erfüllen alle Produzenten hohe Sozial- und Umweltstandards (zum größten Teil biologischer Anbau).

Die Anti-Schutzgeldinitiative „ADDIOPIZZO“ mit Sitz in Palermo ist eine weitere Anti- Mafia- Organisation.
Sie vereinigt Unternehmen (Produzenten, Händler, Restaurants, Dienstleister …), die öffentlich die Zahlung des Schutzgeldes („Pizzo“) verweigern und im Fall einer Erpressung diese zur Anzeige bringen.
Unter dem Motto „Ich bezahle die, die den Pizzo nicht bezahlen“ wirbt sie für bewussten Konsum und den Einkauf bei ihren Mitgliedern.

 
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